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- Verschlossen -


Erklär es mir,
rede mit mir,
mach es mir begreiflich,
und bitte spreche mit mir
in einer Sprache, die ich verstehe.


Zeige es mir,
weise mich daraufhin,
mach es mir verständlich,
und bitte deute es mir
mit Zeichen, die ich verstehe.


Beantworte mir meine Fragen,
wenn ich dich doch frage,
lass mich verstehen,
wenn ich doch verstehen will,
und bitte lass mich nicht länger fragend
und unverstehend.


Rede mit mir,
sieh mich an,
erklär mir die Tatsachen,
und interpretiere mir die Illusionen.

°°°

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bange,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr sind?
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben,
der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr –
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt – den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andern muss man leben.

°°°

Ich möchte nur einmal einen Tag
nochmal ein kleines Kind sein dürfen.
Nur einmal frei sein,
nicht dem ganzen Druck ausgesetzt sein.
Nur weinen, weil ich hingefallen bin,
nur davon Wunden tragen.
Nur einen Tag nicht wissen,
was Enttäuschung ist.
Nur einen Tag nochmal ans Gute glauben
und nicht wissen,
wie ignorant viele Menschen sind.
Nur einen Tag wie ein kleines Kind sein:

°°°

Warum kann ich nur schwer vertrauen?
Weil mein Vertrauen zu oft zerstört wurde...
Warum bin ich manchmal so misstrauisch?
Weil ich Angst habe, hintergangen zu werden...
Warum bin ich manchmal so gefühlskalt?
Weil ich sonst so verletzlich wäre...
Warum habe ich Angst vor der Liebe?
Weil die Liebe mir bisher immer wehtat...
Warum bin ich manchmal so verletzend?
Weil ich sonst zeigen müsste, wie verletzt ich bin...
Warum bin ich unfähig zu reden?
Weil mir nicht zugehört wurde...
Warum ich bin, wie ich bin?
Weil man mich dazu gemacht hat..

°°°

Ich bin müde geworden -
für andere die Tore zu öffnen -
für andere zu kämpfen -
für andere immer da zu sein -
immer nach zu geben -
immer zu lächeln -
niemals ich zu sein.

°°°

Bevor Du urteilen willst,
über mich oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an
und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen,
Berge und Täler,
fühle die Trauer,
erlebe den Schmerz
und die Freuden.........
.....und erst DANN
kannst Du urteilen...

°°°°

Die Vergangenheit hat mich geformt,
mitgemacht habe ich einiges,
aber sie hat mich stark gemacht.

Die Vergangenheit hat mich viele Dinge gelehrt,
schöne und weniger schöne.

Die Vergangenheit hat meine Augen geöffnet,
um für meine Mitmenschen da zu sein,
sie bei Sorgen zu unterstützen wo es geht.

Die Vergangenheit ist nun vergangene Zeit,
sie gehört zu mir ,
niemand kann seine Vergangenheit ändern,
nur daraus lernen.

Die Vergangenheit ist nun Vergangenheit,
ich sehe nicht mehr zurück,
sondern nur noch nach oben,
der strahlenden Sonne entgegen.

Man kann das Leben nur rückwärts verstehen,
aber leben
muss man es vorwärts!

°°°

Wenn Dich jemand verletzt,
Dich betrügt
oder Dir Dein Herz bricht -
vergib ihm,
denn er hat Dir dabei geholfen
eine Lektion über Vertrauen zu lernen
und Dir gezeigt,
wie wichtig es ist,
aufmerksam zu sein,
wenn Du Dein Herz öffnest.

°°°

Ist das Freundschaft?

Wenn ich weine,
kommst du
um meine Tränen
zu trocknen.
Wenn ich blute,
kommst du
um die Wunde
zu stillen.
Wenn ich verzweifelt bin,
kommst du
um einen Ausweg
zu finden.

Wenn ich Hilfe brauche,
bist du da.
Wenn ich alleine bin,
besuchst du mich.
Wenn ich schwanke,
stützt du mich.

Auf dich ist immer
Verlass.
Ohne ein Wort der
Aufforderung
stehst du mir bei-
in jeder Situation.

Doch wenn du nur eine
Träne vergießt,
lasse ich sie feucht.
Wenn du blutest,
kann ich dich
nicht verarzten.
Wenn du verzweifelt bist,
bin ich unfähig
dir zu helfen.

Brauchst du Hilfe,
schaffe ich dir
noch mehr Probleme.
Bist du einsam,
kann ich nicht
zu dir kommen.
Fällst du,
so kann ich dir
nicht aufhelfen.

Gerne würde ich dir
alles doppelt und dreifach zurückgeben,
aber ich bin nicht in der Lage,
meinem besten Freund
zu helfen,
beizustehen.

Hilfeschreie von dir
kann ich nicht verstehen,
deute sie falsch,
überhöre sie.

Und trotzdem
bist du da.
Da für mich,
um mich immer
zu stützen.
Und selbst
wenn ich mit meiner Last
dich zu Boden drücke,
hältst du mich fest,
trägst mich weiter.
Ich brauche dich!

Ist das Freundschaft?


°°°

Meine Wenigkeit
Ich schaue in den Spiegel
und sehe mich.
Am liebsten würde ich zuschlagen,
sehen wie mein Bild in 1000 Teile zerspringt.
Oft frage ich mich,
wieso ich bin, wie ich bin.
In mancher Hinsicht scheine ich fast perfekt,
in der anderen so unvollkommen und falsch.
Ich kann soviel,
doch ich habe nichts davon;
jedenfalls in meine Augen.
Andre haben, was ich gerne hätte.
Und ich hasse mich dafür,
dass ich sie beneide.
Ich hasse die Wut,
die ich ständig spüre.
Die Trauer und den Neid.
Ich hasse sogar die Freude und das Glücksgefühl,
weil sie niemals von langer Dauer sind.
Und jedes Mal,
wenn ich wieder so tue als ob es mir gut geht,
kotzt es mich an,
dass ich nicht einfach darauf scheiße,
ob sie sich sorgen machen.
Und jedes Mal,
wenn einer sagt, wie gut ich es doch hätte,
belächle ich,
wie wenig ihr doch wisst!
°°°